Königliche Dynastien
  • Sonntag 17:30 Uhr
Ein Blick auf die Licht- und Schattenseiten der bedeutendsten royalen Familien Europas.

Die Faszination der grossen Königs- und Adelshäuser ist bis heute ungebrochen. Die Dokumentationsreihe „Königliche Dynastien“ blickt auf die Licht- und Schattenseiten der bedeutendsten royalen Familien Europas. Zum Beispiel die Windsors, die Habsburger, die Hohenzollern oder die Romanows. Dabei reicht die Bandbreite der porträtierten Charaktere von schönen Frauen und klugen Strategen bis hin zu missratenen Thronfolgern und herzlosen Eltern.

Staffel 2 / Folge 2
Sendedaten
Samstag, 26. August,
01:20 bis 02:00
|Samstag, 26. August,
03:30 bis 04:10

Der Film blickt auf die ereignisreiche Geschichte der Osmanen, die 600 Jahre über eines der mächtigsten Weltreiche herrschten. Der Glanz am Hofe der Sultane versetzte die Europäer in Staunen. Einen der bedeutendsten Herrscher, Süleyman, nannte man im Westen den „Prächtigen“. Der exotische Orient, besonders der geheimnisvolle Harem im Topkapi-Palast, bewegte die Phantasien. Noch heute dient Süleymans abgöttische Liebe zu einer Sklavin als Vorlage für eine TV-Serie, die bisher in mehr als 40 Ländern ausgestrahlt wurde. Als Gegner waren die Osmanen allerdings gefürchtet. Zweimal belagerten sie Wien und versetzten damit das christliche Abendland in Angst und Schrecken. Sie schrieben sich den Islam auf die Fahnen, begegneten Andersgläubigen aber jahrhundertlang mit Toleranz. Konvertierten Christen – einst als Knaben zwangsweise rekrutiert – stand eine steile Karriere als Kämpfer in der Eliteeinheit der osmanischen Armee oder in der Politik offen. Im 19. Jahrhundert begann der Niedergang der Osmanen. Während Grossbritannien, Frankreich, Russland und das Deutsche Reich zu Grossmächten aufstiegen, verpassten die Sultane den Anschluss an die Moderne. Die Dynastie wurde als „kranker Mann am Bosporus“ verspottet. Im Ersten Weltkrieg waren die osmanischen Herrscher Verbündete des wilhelminischen Reiches und zählten am Ende zu den Verlierern. 1923 rief Atatürk die Republik aus, der letzte Sultan, Mehmed VI., musste ins Exil. Seit einigen Jahren rückt das osmanische Erbe wieder mehr in den Vordergrund, als Zeitalter imperialer und kultureller Grösse. „Ich wäre gerne in einem Palast aufgewachsen, weil meine Familie Bildung sehr hoch gehalten hat“, findet Orhan Osmanoglu, ein Nachfahre Abdülhamids II., „aber Sultan wollte ich heute nicht mehr sein: Wir haben die Republik verinnerlicht.“ Die Dokumentation „Königliche Dynastien – Die Osmanen“ lädt den Zuschauer ein zu einer spannenden Zeitreise durch die ereignisreiche Geschichte des Herrscherhauses. Eindrucksvolle Aufnahmen von Palästen und Moscheen in Istanbul rekonstruieren eine längst vergangene Welt. CGIs und Reenactments lassen die wichtigsten historischen Schlüsselmomente der einstigen Weltmacht am Scheideweg zwischen Europa und Asien wieder lebendig werden. Interviews mit den Nachfahren der osmanischen Herrscher, mit Experten und Historikern spiegeln die wechselvolle Familiengeschichte wider – am Beispiel herausragender Biografien.

Staffel 2 / Folge 3
Sendedaten
Samstag, 26. August,
02:00 bis 02:45
|Samstag, 26. August,
04:10 bis 04:55

Ein Jahr nach dem Thronwechsel in Madrid porträtiert die Dokumentation Spaniens neues Königspaar und taucht ein in die bewegte wie bewegende Geschichte des Hauses Bourbon. Anhand ausgesuchter Biografien erkundet der Film die 300-jährige Herrschaft der spanischen Bourbonen und schlägt den Bogen zu den Ursprüngen – von Schloss Versailles unter Sonnenkönig Ludwig XIV. zum Königspalast in Madrid unter Felipe VI.. Seit mehr als drei Jahrhunderten herrschen die Bourbonen in Spanien. Ein mächtiges Adelsgeschlecht, dessen Wurzeln in Frankreich liegen. Der berühmteste Vertreter des Hauses Bourbon: Frankreichs Sonnenkönig Ludwig XIV.. Mit Waffengewalt etablierte er seinen Enkel Philippe als König Felipe V. auf dem Thron von Madrid. Die grosse Ära der französischen Bourbonen ging mit der Revolution von 1789 zu Ende. Die Monarchie der spanischen Bourbonen wurde in den vergangenen Jahrzehnten wiederbelebt. „Ich stehe für eine erneuerte Monarchie in einer neuen Zeit.“ Mit diesen Worten trat König Felipe VI. im Juni 2014 sein Amt an – als elfter Bourbone an der Spitze Spaniens. Er versprach Integrität, Ehrlichkeit und Transparenz – und hielt Wort. Felipe räumte auf in seinem Königshaus und verschaffte sich Autorität. „Zu führen heisst zu dienen. Es wird keinen Tag geben, an dem ich mich nicht daran erinnere“, sagte er unlängst in einer landesweit übertragenen Ansprache. 70 Prozent der Bevölkerung fühlen sich durch ihren neuen König gut vertreten. Kein Spanier geniesst höheres Ansehen als er, gefolgt von seiner Frau Letizia. Innerhalb eines Jahres hat das junge Königspaar die Bande zum Volk wieder neu geknüpft. Juan Carlos I. hatte seinem Sohn Felipe ein schweres Erbe hinterlassen. Skandale hatten das Königshaus in Misskredit gebracht. In der Bevölkerung sank der Rückhalt für die Monarchie auf ein Rekordtief. Königshaus-Expertin Julia Melchior begleitete das junge Königspaar Felipe und Letizia über Monate. Eindrucksvolle Bilder gewähren seltene Einblicke in den Alltag des spanischen Königshauses.

Staffel 2 / Folge 1
Sendedaten
Samstag, 26. August,
00:30 bis 01:20
|Samstag, 26. August,
02:45 bis 03:30
|Samstag, 26. August,
04:55 bis 05:40

Um die Dynastie der Wittelsbacher ranken sich viele Mythen, ihre Könige beflügeln noch heute die Phantasie der Menschen. Die Dokumentation porträtiert die wohl schillerndsten Herrschertypen. Den kulturbeflissenen König Ludwig I., der wegen seiner Affäre mit Lola Montez den Thron verlor, Märchenkönig Ludwig II., dessen Tod heute noch Rätsel aufgibt und Bürgerkönig Ludwig III., der zum Totengräber der bayerischen Monarchie wurde. Filmautorin Annette von der Heyde spricht mit Nachfahren wie Franz Herzog von Bayern, seit 1996 Chef des Hauses Wittelsbach, über das Leben der Familie heute und den Umgang mit ihrer wechselvollen Geschichte. Wäre Bayern noch eine Monarchie, dann wäre Franz heute König, denn auf ihre Thronrechte haben die Wittelsbacher nie verzichtet. Der Kunstliebhaber und Mäzen erlebte als Elfjähriger während des Dritten Reichs Gewalt und Todesangst in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Flossenbürg und Dachau, wohin die Nazis ihn und seine Familie verschleppten. 2014 war der Wittelsbacher, der in direkter Linie auch von den Stuarts abstammt, als King Francis II. im Gespräch – als Anwärter auf den schottischen Thron. Als „charmantes historisches Kuriosum“ lehnte Herzog Franz dieses Ansinnen freundlich ab. Der ehemalige Rennfahrer Leopold Prinz von Bayern, genannt „Poldi“, betont im Interview die anhaltende Beliebtheit seines Hauses in Bayern – einer Dynastie ohne Skandale, ohne Dünkel, wie er sagt. Vertreter der jüngeren Generation wie Ludwig Prinz von Bayern und seine Schwester, die Verhaltensforscherin Auguste zur Lippe, geborene von Bayern, leben in der Tradition, engagieren sich auf sozialen und wissenschaftlichen Gebieten. Prinz Ludwig ist Initiator und Förderer von ehrgeizigen Entwicklungsprogrammen in Kenia, wo er sich oft monatelang aufhält. Prinzessin Auguste setzt sich für ein Naturkundemuseum in Schloss Nymphenburg in München ein. Anhand ausgewählter Biografien reflektiert der Film die Geschichte der Wittelsbacher, vor allem im 19. und 20. Jahrhundert. Familienmitglieder gewähren persönliche Einblicke hinter die historischen Kulissen, Historiker beleuchten Höhen und Tiefen der Dynastie – eines der ältesten europäischen Adelshäuser, das Bayern geprägt und deutsche Geschichte geschrieben hat. Drei Teile der Dokumentationsreihe „Königliche Dynastien“ werden samstags, 19:25 Uhr, ausgestrahlt.